Historischer Roman

Das Land zwischen uns

Band 1: Das Pulverfass · 1924–1936

von Carmen de la Rosa

Andalusien, 1935. Er schlägt Oliven für neun reales am Tag. Sie ist die Tochter des Generals, dem die Bäume gehören. Und seit sie Kinder waren, treffen sie sich heimlich unter einem uralten Olivenbaum.

Buchcover „Das Land zwischen uns“, Band 1: Das Pulverfass, von Carmen de la Rosa

Worum es geht

Cañadahonda, ein Dorf in der Provinz Jaén. Oben am Hang liegt das Herrenhaus der Alcántara, unten liegen die Gassen der Tagelöhner. Genau auf der Grenze zwischen beiden Besitzungen steht la Vieja, ein Olivenbaum, den drei Männer nicht umfassen können. An der Quelle unter seinen Wurzeln ist vor über vierzig Jahren der Erbe der Alcántara gestorben. Ein Serrano wurde dafür an der Garrotte hingerichtet. Im Dorf erzählt man die Geschichte auf zwei Arten, und keine der beiden Familien hat sie vergessen.

Mateo Serrano ist der Enkel des Hingerichteten. Er arbeitet als Tagelöhner, liest Machado und kann rechnen, was ihn gefährlich macht. Inés Alcántara ist die Tochter eines Generals. Im Herrenhaus weiß niemand, wer ihr das Lesen beigebracht hat. Es war Mateo, oben in den Ästen von la Vieja, als sie acht war und vom Beten weggelaufen.

Im November 1935 senkt Inés’ Onkel, der das Gut verwaltet, den Tagelohn auf neun reales. Mateo rechnet ihm vor der ganzen Kolonne vor, was ein Sack Mehl kostet. Danach darf er nicht mehr in die Bäume. Wenig später hängt an der Tür der Dorfschule, in der sein Vater unterrichtet, eine Drohung.

Im Frühjahr 1936 gerät Spanien ins Rutschen. Der General kehrt heim, die Volksfront gewinnt die Wahl, und die Landarbeiter pflügen das Land der Herren. Inés wird einem Leutnant der Falange versprochen. Dann bleibt sie eines Abends vor einer angelehnten Tür stehen und hört, dass ihr Onkel eine Liste führt. Sie kennt jeden Namen darauf.

Wenn sie schweigt, bekommt sie ein Haus in Córdoba und ein Leben wie das ihrer Mutter. Wenn sie redet, verrät sie ihren Vater.

Im Juli 1936 läuten die Glocken von Cañadahonda im Sturmtakt. Von einem Tag auf den anderen verläuft zwischen Mateo und Inés eine Front.

„Das Land zwischen uns“ ist die Geschichte zweier Familien, die ein alter Streit und ein neuer Krieg nicht mehr loslassen. Erzählt wird sie ohne gute und ohne böse Seite. Jede Figur hat ihre Gründe, auch die, vor denen man sich fürchtet. Ein historischer Roman über Spanien am Vorabend des Bürgerkriegs und über eine Liebe, die keiner wissen darf.

Angaben zum Buch

AutorinCarmen de la Rosa

ReiheDas Land zwischen uns, Band 1 von 4

GenreHistorischer Roman

Umfang230 Seiten

AusgabeTaschenbuch

Erschienen27. September 2026

ISBN978-3-69453-027-5

SpracheDeutsch

VerlagPolar Publishing

Die Saga in vier Bänden

  • Band I · Das Pulverfass · 1924–1936
  • Band II · Der Mahlstrom · 1936–1938 · erscheint im Oktober 2026
  • Band III · Die Niederlage · 1938–1942
  • Band IV · Das Land zwischen uns · 1942–1960

Über Carmen de la Rosa

Carmen de la Rosa ist zwischen zwei Welten aufgewachsen: Ihre Mutter stammt aus einem Dorf in der Provinz Jaén, ihr Vater aus dem Münsterland. Die Sommer verbrachte sie bei der Großmutter zwischen Olivenhainen, die Winter mit Büchern am Küchenfenster in Westfalen.

In „Das Land zwischen uns“ erzählt sie von zwei Familien, die ein alter Streit und ein neuer Krieg nicht loslassen. Am liebsten isst sie ganz einfach: frisches Weißbrot, Olivenöl aus Jaén und eine Prise Salz. Mehr braucht es nicht, sagt sie, um sich zu Hause zu fühlen.